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Die Blumen von gestern

Totila Blumen (Lars Eidinger) ist Holocaustforscher. Als seine Kollegen versuchen, aus einem Kongress zum Konzentrationslager Auschwitz ein werbefinanziertes Medienevent zu machen, geht ihm das gegen den Strich. Obendrein wird ihm die impulsive französische Studentin Zazie (Adèle Haenel) als Praktikantin zugeteilt. 

„Irgendwann wird klar, dass Totos deutscher Großvater mit Zazies jüdischer Großmutter in einer Schulklasse saß, dass er dafür gesorgt hat, dass sie und alle anderen Juden der Klasse deportiert wurden. Und Zazie hat sich ihre Praktikantenstelle ganz bewusst gesucht, weil sie wissen wollte, was sich die Enkel zu sagen haben. (…) Man kann die deutsche Schuld tatsächlich mit dem Leben versöhnen, ohne sie zu beschönigen oder zu leugnen.“ 

epd-film.de

Oder wie ein Kommentator zu dieser Einschätzung schreibt…

„Ich wundere mich sehr, dass epd-film den Film so lobt. Ich finde ihn oberflächlich, nichtssagend und banal. Die große Versöhnung zwischen Judentum und Deutschtum findet im Bett statt, die Frau des impotenten Holocaust-Forscher lässt sich täglich wie eine Prostituierte vögeln, Meinungsverschiedenheiten zwischen den superaggressiven Instituts-Mitgliedern werden mit Fäusten ausgetragen. Wenn das die neue Generation der Holocaust-Filme, der „Bewältigungs-Filme“ ist, schaudert mir. Was lehrt er uns, außer, dass Lars Eidinger kreisrunden Haarausfall hat und Chris Kraus sich gerne in Klischees ergeht? Darüber hinaus fehlt dem Film jede Form von humanistischer Perspektive.“

„Der Film schafft einen Raum, in dem die Figuren in ihrer unbeholfenen Verletzlichkeit zutiefst berühren. Ein solches Wechselbad muss man nicht nur schreiben und inszenieren, sondern vor allem auch spielen können.“

Martin Schwickert, Die Zeit 

Leipzig

Sonntag,  19. April 2026,  17.00 Uhr

Luru Kino Spinnereistraße 7, Halle 18 04179 Leipzig info@luru-kino.de  www.luru-kino.de

Zeitfenster der Veranstaltung (1)

Sonntag, 19. April
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